Solange wir hier noch kein Angebot auflisten, fragen Sie uns einfach über „Kontakt“ und wir stellen Ihnen die Bezugsquellen zur Verfügung, oder sehen Sie auf die Liste der Winzer, die schon unsere Bag-in-Box im Sortiment haben. Sie finden sie –> hier.
Nicht so gut! Weine direkt vom Winzer sind besser!
Warum: Im Online- oder im Lebensmittel-Einzehandel (LEH) gibt es so gut wie keine Winzer-Weine. Sondern meist nur Weine aus bestimmten Regionen, die von vielen Winzern stammen.
Bei Wein ist es nicht viel anders als z.B. bei Milch. Verkauft der Landwirt an eine Molkerei, dann sind die Erlöse sehr niedrig, oft unter den Produktionskosten. Davon kann ein Landwirt meist nicht leben. Verkauft er aber selbst, reduziert er die Handelsstufen und es bleibt vom Verkaufspreis mehr bei ihm.
Beim Wein ist es ähnlich: der Verkauf an eine Kellerei (als sogenannter Fasswein) bringt deutlich niedrigere Verkaufserlöse. Die Kellerei kann dann aus großen Mengen verschiedener Winzer auch Weine in Bag-in-Box abfüllen und sie über Online-Plattformen oder den LEH vermarkten. Allerdings sind die verbleibenden Erlöse für den Winzer minimal. Dazu kommt, dass der Winzer seine eigene Marke nicht mehr vermarkten kann; es wird nur noch der Regionswein, z.B. „Chardonnay aus Rheinhessen“ verkauft. Das gilt auch für zahlreiche Bag-in-Box-Weine aus dem Ausland.
Ideal ist also der Wein in der Box direkt vom Winzer.
Ein Pfandsystem könnte die Lösung sein, aber Winzer müssten sich auf einige Flaschentypen einigen um die Kosten niedrig zu halten. Mit über 200 Flaschenformen, -farben und -größen allein in Deutschland scheint dies eher unwahrscheinlich. Bag-in-Box ist die effizienteste Option um CO2-Emissionen aus der Glasproduktion und den Transporten zu reduzieren. Auch im Vergleich zu Leichtglas, Papierflaschen und Aluminiumdosen. Es bietet auch weitere Vorteile wie Haltbarkeit und Gewichtseinsparungen.
Andere Länder sind in der Nutzung von Bag-in-Box erheblich weiter. Sowohl in Portugal, Spanien, UK, Canada, US als auch in Frankreich und Skandinavien hat sich diese Verpackungsform schon seit vielen Jahren durchgesetzt. Deutschland hinkt weit hinterher. Aber so war das auch beim Umstieg von Korken auf den Drehverschluß.
1. Weil die Margen im Direktverkauf für den Winzer erheblich besser sind. Allerdings macht es für die Winzer nur dann Sinn, wenn sie ihren eigenen Wein in ihre eigenen Bag-in-Box abfüllen und auch selbst / direkt vermarkten (z.B. über den hier bald entstehenden Shop). Die meisten Winzer haben aber nicht die Mengen, um eine Abfüllung in einem hochautomatisierten Abfüllbetrieb und die Herstellung der Kartons durchzuführen, da oft Mindestmengen von 2.000 – 3.000 Kartons, also 6.000 – 9.000 Liter pro Winzer, pro Sorte und pro Jahrgang gelten. Deshalb bieten wir diesen Winzern auch die Abfüllung von kleinen Mengen in unserer Bag-in-Box-Manufaktur an!
2. Weil sich Kunden verändern und mehr auf Nachhaltigkeit achten. Mit der Bag-in-Box entspricht der Winzer genau diesen Anforderungen, bevor Kunden auf Online-Angebote ausweichen müssen.
3. Weil die Winzer damit erheblich zur Verbesserung ihrer eigenen CO2-Bilanz beitragen. Denn mehr als 50% der CO2-Bealstung bei der Herstellung von Wein entfällt nicht auf Weinberg und Keller, sondern auf die Verpackung als Glasflasche.
Sehr vereinfacht werden bei der Abfüllung in Flaschen leere (gereinigte und sterilisierte) Flaschen meist in ein Karussell durch einen Abfüllautomaten geführt und befüllt während sie einmal um dieses Karussel geführt werden. Anschließend wird beim Schraubverschluß eine Aluminumkapsel mit einem dichtenden Inlay über den Flaschenhals gestülpt und mit einigen Hartgummi-Rädern an den Hals und das Gewinde der Glasflasche gedrückt.
Bei der Bag-in-Box-Abfüllung wird hingegen zunächst der Kunststoffbeutel mit der geplanten Menge an Wein befüllt und diese Beutel dann in den Karton eingelegt – und zwar so, dass der Zapfhahn an der vorgesehenen, perforierten Stelle des Kartons liegt. Eine kleine Demo einer BiB-Abfüllung finden Sie hier.
In beiden Fällen sind höchste Anforderungen an Sauberkeit und Sterilität zu erfüllen. Eine Verunreinigung des Weins, oder ein Kontakt mit den Hefen im Weinkeller kann ansonsten dazu führen, dass die Gärung wieder einsetzt und die Hefen den noch im Wein enthaltenen Zucker weiter in Alkohol umwandeln. Ungewünschte Effekte, weil dabei neben der Geschmacksveränderung auch der Druck im Beutel oder in der Flasche steigen würde.
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